Streit zwischen Türkei und Zypern spitzt sich zu

Mit einem Marinemanöver im Mittelmeer hat die Türkei den Zorn Zyperns auf sich gezogen.

Derartige Manöver verstießen gegen Zyperns Souveränität und seien „illegal“, erklärte gestern die Regierung in Nikosia. Zuvor hatte die Türkei dreitägige Schießübungen direkt vor Zyperns Nordküste angekündigt. Die Insel ist seit 1974 zwischen dem EU-Mitglied Zypern und der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern geteilt. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Neben Griechenland und der Türkei erhebt auch Zypern Anspruch auf die Seegebiete. Ankara und Athen untermauerten ihren Anspruch durch die Entsendung von Kriegsschiffen. Die Beziehungen zwischen den beiden NATO-Mitgliedern sind deshalb extrem angespannt. Unterdessen kündigte die zypriotische Küstenwache ihre Teilnahme an einer Militärübung mit der US-Marine an. Die achttägigen Übungen begannen gestern, wenige Stunden vor geplanten Gesprächen von US-Außenminister Mike Pompeo mit dem zypriotischen Präsidenten Nicos Anastasiades über die zunehmenden Spannungen mit der Türkei.

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