Ländle: Vorreiter im PET-Flaschen-Sammeln

Was das Sammeln von PET-Flaschen angeht, macht Vorarlberg so schnell keiner etwas vor. Symbolfoto: Oliver Lerch

Was das Sammeln von PET-Flaschen angeht, macht Vorarlberg so schnell keiner etwas vor. Symbolfoto: Oliver Lerch

Bregenz. 91 Prozent der Österreicher sprechen sich in einer aktuellen Studie für die getrennte Sammlung von Abfall aus, 80 Prozent sortieren gewissenhaft ihren Müll. So erreicht Österreich bereits heute die Recycling-Quoten für Papier, Glas und Metall. Um auch die Kunststoffrecycling-Quote bis 2025 zu schaffen, empfiehlt der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) die Stärkung und österreich-weite Vereinheitlichung der getrennten Sammlung, anstatt der Einführung kostspieliger Insellösungen wie eines Pfandes auf PET-Flaschen. Das EU-Ziel, 90 Prozent aller im Umlauf gebrachten PET-Flaschen zu sammeln, wird in drei Bundesländern dank der getrennten Sammlung bereits heute erreicht – in Vorarlberg, Tirol und im Burgenland. „Wieso soll in diesen Bundesländern nun ein Pfand auf PET-Flaschen eingehoben werden? Das ist absurd. Und zeigt ganz klar: Mit der getrennten Sammlung schaffen wir auch die Sammelquote für PET-Flaschen in ganz Österreich“, ist Gaby Jüly, Präsidentin des VOEB, überzeugt. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern, die ein Pfandsystem eingeführt haben, hinkt jedoch: Die meisten von ihnen haben nämlich gar keine getrennte Sammlung und somit auch keine andere Möglichkeit, Kunststoffabfall sortenrein zu sammeln.