Ampelstufe „Rot“ in Vorarlberg?

Den rohen Fallzahlen nach wäre Dornbirn bereits klar „Rot“ einzustufen. Symbolfoto:Philipp Steurer

Den rohen Fallzahlen nach wäre Dornbirn bereits klar „Rot“ einzustufen. Symbolfoto:Philipp Steurer

Der Gesundheitsexperte Armin Fidler sieht für den Bezirk Dornbirn auf der Corona-Ampel „Rot“.

Der Vorarlberger Public Health-Experte Armin Fidler, der das Land in der Corona-Kommission des Bundes vertritt, hält es für „gar nicht so abwegig“, dass in absehbarer Zeit einer der vier Vorarlberger Bezirke auf der Corona-Ampel rot aufleuchten wird. Das begründete er gestern in einem Interview gegenüber „Radio Vorarlberg“.

„Auf Hausverstand der Bevölkerung angewiesen“

In der Kommission sei „es ja so, dass wir zuerst einmal die rohen Fallzahlen hernehmen. Ganz einfach: Wie viele Fälle gibt es im Sieben-Tages-Trend bezogen auf eine Bevölkerung von Hunderttausend? (…) Der Bezirk Dornbirn zum Beispiel, wenn wir die rohen Fallzahlen anschauen, wäre über 100 und damit rot.“ Allerdings würden für das reale Infektionsrisiko weitere Parameter herangezogen und durch „Risikoadjustierung“ der jeweilige Alarmwert modifiziert, so Fidler. Der Gesundheitsexperte machte kein Hehl daraus, über das Verhalten der Menschen besorgt zu sein: „Wir sind natürlich auch auf die Mitarbeit und den Hausverstand der Bevölkerung angewiesen. Also wenn’s da Resistenzen gibt und Leute trotz dringender Empfehlung sich dagegen halten, dann werden wir die Situation schwer in den Griff kriegen.“

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