Drogen: Veränderung bei Markt und Konsum

Durch Covid-19 sagt der aktuelle europäische Drogenbericht.

Die Coronakrise und besonders die Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern Europas im Frühjahr 2020 haben den Drogenmarkt und die Situation der Konsumenten stark verändert. Dealer und ihre Abnehmer nutzten verstärkt das Darknet, Social-Media-Plattformen sowie Paket- und Heimlieferdienste, wie der gestern in Lissabon veröffentlichte Europäische Drogenbericht 2020 zeigt. Zahlreiche Drogenhilfeeinrichtungen waren zur Aufgabe oder Einschränkung ihrer Tätigkeit gezwungen.

Weniger Kokain, MDMA

Beim Konsum zeigten sich unterschiedliche Auswirkungen. Es gab Hinweise auf ein nachlassendes Interesse an Stoffen, die häufig in Gesellschaft konsumiert werden – wie MDMA und Kokain. Dagegen schien der Konsum anderer Substanzen – z.B. Cannabis, neue Benzodiazepine – zuzunehmen. Auf den lokalen Drogenmärkten war das Angebot demnach zu Beginn eingeschränkt, was zu Verknappungen und Preisanstiegen führte.

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