Emirate wollen auf den Mond

Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum verkündet gestern die Pläne zur Mondlandung. Foto: AP

Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum verkündet gestern die Pläne zur Mondlandung. Foto: AP

2024 soll unbemanntes Raumschiff zum Erdtrabanten geschickt werden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen 2024 ein unbemanntes Raumfahrzeug zum Mond schicken. Das teilte der Vizepräsident und Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, gestern bei Twitter mit. Es soll eine Landung auf einem Teil der Mondoberfläche geben, der bei bisherigen Missionen noch nicht erforscht wurde. Bei einem Erfolg wären die VAE nach den USA, der Sowjetunion und China das vierte Land sowie der erste arabische Staat, dem das gelingt.

Name „Raschid“

Das Raumfahrzeug „wird zu hundert Prozent auf unserem Boden und mit den Händen emiratischer Ingenieure gebaut“, schrieb Scheich Mohammed. Es solle den Namen „Raschid“ bekommen – nach seinem verstorbenem Vater, Scheich Raschid bin Said Al Maktoum. Dieser war mehr als 30 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 1990 Emir von Dubai. Während seiner Herrschaft hatte er das Emirat mit Einnahmen aus dem Ölgeschäft in einen modernen Wirtschaftsstandort verwandelt. Das schwerreiche Land am Golf treibt sein Raumfahrtprogramm derzeit in schnellen Schritten voran. Im Juli hatten die Emirate als erste arabische Nation erfolgreich eine Raumsonde in Richtung Mars geschickt.