Neuinfektionen: Situation stabilisiert sich

Gerade im Pflegebereich habe man sich der Situation entsprechend angepasst. Symbolfoto: Paulitsch

Gerade im Pflegebereich habe man sich der Situation entsprechend angepasst. Symbolfoto: Paulitsch

Seit Montag liegt Vorarlberg bei der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter dem Wert von 50.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat gestern von einer Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen im Bundesland gesprochen. Seit Montag habe man bei der Sieben-Tage-Inzidenz wieder den Wert von 50 unterschritten. In den nächsten zwei, drei Wochen nachhaltig und deutlich unter der 50er-Grenze zu liegen sei die Voraussetzung dafür, um von Deutschland nicht mehr als Risikogebiet eingestuft zu werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Personen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben. Bei den Neuinfektionen in Vorarlberg sei ein leichter Rückgang feststellbar, sagte Wallner. Mittlerweile übertreffe die Zahl der Genesenen wieder jene der neu Erkrankten. „Das zeigt, dass wir die vorhandenen Cluster gut abarbeiten“, so der Landeshauptmann.

„Reisewarnung wieder wegbekommen“

Er bat die Bevölkerung, weiterhin gemeinsam gegen das Coronavirus anzukämpfen – auch wenn bei manchen das Verständnis für gesetzte Maßnahmen fehle. „Niemand will dem anderen etwas zuleide tun“, stellte Wallner fest. Ziel müsse es aber sein, die deutsche Reisewarnung wieder wegzubekommen. „Die Reisewarnung hat nicht nur touristische Auswirkungen, sondern behindert uns alle in irgendeiner Form“, sagte Wallner.

Zwei infizierte Bewohner
in Pflegeheimen

In den Vorarlberger Pflegeheimen sind aktuell sieben Personen – zwei Bewohner und fünf Mitarbeiter – mit dem Coronavirus infiziert. Man wisse jetzt aber viel besser als im Frühling, wie mit dem Virus umzugehen sein, betonte die zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) gestern. Man habe im Pflege-Bereich über den Sommer sehr gut gearbeitet und habe sich auf ein ansteigendes Infektionsgeschehen gut vorbereitet. Mit dem Ziel, Infektionen in den Pflegeheimen möglichst zu verhindern, wurden etwa ein detaillierter Maßnahmenkatalog für die verschiedenen Farben der Corona-Ampel wie auch ein etwa 30-seitiges Krisenhandbuch erarbeitet. Was ebenfalls vermieden werden soll, ist ein Besuchsverbot in den Heimen, das es im Frühjahr gab. Zudem wurden laut Wiesflecker die Rahmenbedingungen geschaffen, um die 24-Stunden-Betreuung aufrechterhalten zu können. In der 24-Stunden-Pflege sei die Situation stabil geblieben, weil viele der über 4000 in Vorarlberg tätigen Pflegerinnen im Frühjahr ihre Betreuungsturnusse deutlich verlängert haben, so Wiesflecker. An 2082 von ihnen wurde eine einmalige Zulage von 500 Euro ausbezahlt.

89.928 Corona-Tests wurden mit Stand gestern (16 Uhr) in Vorarlberg durchgeführt. 1874 der Tests lieferten ein positives Ergebnis. 1427 Menschen in Vorarlberg gelten wieder als genesen. 425 der Testpersonen sind noch aktiv positiv auf das Virus getestet.