Trump nimmt Ebola-Medikament

Der US-Präsident befindet sich nach der Covid-19-Infektion im Militärspital. Foto: AFP

Der US-Präsident befindet sich nach der Covid-19-Infektion im Militärspital. Foto: AFP

Nachdem bei dem US-Präsidenten eine Covid-19-Infektion festgestellt wurde, befindet sich Trump in Behandlung.

US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Coronavirus-Infektion weder Fieber noch Atemprobleme. Das bestätigte gestern sein Arzt Sean Conley in einem Krankenhaus nahe Washington, wo Trump sich behandeln lässt. Ihm gehe es sehr gut und Trumps Symptome – Husten und eine verstopfte Nase – ließen nach. Er habe 24 Stunden lang kein Fieber gehabt. Der Präsident war am Freitag nach einem positiven Test auf das Virus ins Militärkrankenhaus Walter Reed gekommen. Conley sagte, derzeit bekomme der Präsident keinen zusätzlichen Sauerstoff. Ob er den vorher bekommen habe, sagte er auf mehrfache Nachfragen nicht.

Risiken des Wirkstoffes

Neben Zink, Vitamin D, Aspirin und dem Schlafhormon Melatonin werde der Präsident außerdem mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Die EU-Arzneibehörde steht dem Arzneistoff kritisch gegenüber: Remdesivir wird in Europa wegen möglicher Nierenkomplikationen genauer unter die Lupe genommen. Man habe nach entsprechenden Berichten ein Sicherheits-Prüfverfahren für das Medikament Veklury gestartet, teilte die Arzneimittelagentur der EU (EMA) kürzlich mit. Das Präparat basiert auf Remdesivir. Bei einigen Patienten sollen demnach akute Nierenprobleme aufgetreten sein, erklärte die Behörde mit Hauptsitz in Amsterdam. Die Arznei hat in der EU seit Juli eine bedingte Zulassung für die Therapie von Erwachsenen und Jugendlichen, die an einer Lungenentzündung infolge einer Corona-Infektion leiden. Mögliche Nebenwirkungen sollen dabei beobachtet werden.