Erfreulicher Trend

Industriellenvereinigung Vorarlberg-Geschäftsführer Mathias Burtscher.  Foto: IV

Industriellenvereinigung Vorarlberg-Geschäftsführer Mathias Burtscher.  Foto: IV

Beim Ausblick der Geschäftslage in sechs Monaten sind die Einschätzungen weiterhin zurückhaltend und von großer Unsicherheit geprägt. 84 Prozent sehen eine etwa gleichbleibende Entwicklung, von einer günstigeren Geschäftslage sprechen nur neun Prozent. Auch wenn 92 Prozent der Betriebe aktuell davon ausgehen, dass sie ihren Beschäftigtenstand in drei Monaten in etwa halten können, soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass sieben Prozent Mitarbeiter aufgrund der Corona-Epidemie abbauen müssen, um einen erfolgreichen Fortbestand ihrer wirtschaftlichen Tätigkeiten sicherzustellen. Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg: „Viele Betriebe haben in den letzten Jahren massiv neue Arbeitsverhältnisse für die Menschen in Vorarlberg geschaffen. Je schneller sich die Betriebe auf das neue Marktumfeld und die neuen Gegebenheiten anpassen, umso schneller können sie künftig wieder Mitarbeiter einstellen und bestehende Arbeitsverhältnisse sichern. Es gilt gemeinsam am Comeback der Industrie zu arbeiten.“

„Gemeinsam an
Comeback arbeiten“

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Trends in den Branchen


• Die Maschinen- und Metallindustrie spiegelt das Ergebnis der allgemeinen Konjunkturlage wider. Die derzeitige Geschäftslage ist großteils gut, der Ausblick verhalten, doch die Betroffenheit einzelner Betriebe ist sehr unterschiedlich.

• Gemischte Signale kommen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Im Vergleich zum letzten Quartal drehen fünf Indikatoren wie die derzeitige Geschäftslage oder Auftragsbestände ins Plus, die anderen fünf Indikatoren – insbesondere jene mit Ausblick in sechs Monaten – sind leicht im Minus.

• Die Textilindustrie kämpft weiterhin. Gegenüber den historisch schlechtesten Konjunkturergebnissen im vergangenen Quartal haben sich bis auf die Ertragssituation in sechs Monaten alle Indikatoren zumindest geringfügig verbessert.

• Auch wenn die Ausblicke in sechs Monaten in der Elektro- und Elektronikindustrie noch bescheiden sind, ist es trotzdem jene Branche, die sich seit der letzten Befragung am besten erholt hat. Die aktuelle Geschäftslage und Auslandsaufträge werden aktuell am positivsten im Branchenvergleich bewertet.