Augenzeuge: „Als er tot war, war es vorbei“

Wien. Ein Augenzeuge, der den Anschlag am Montagabend in der Wiener Innenstadt hautnah miterlebte, hat nur einen Täter gesehen. „Als er tot war, war es auch vorbei“, sagte der Mann gegenüber der APA. Das Geschehen selbst war anfangs nur schwer als Anschlag einzuordnen, berichtete er. Der Zeuge befand sich am Tatort, weil er sein Touristik-Geschäft in der Innenstadt für den Lockdown schließen wollte. „Plötzlich fielen Schüsse, erst so 20, dann acht und dann wieder 20“, schilderte der Mann. Er habe das Geschehen anfangs gar nicht einordnen können. „Wer denkt denn in Wien an einen Anschlag? Und es war auch lange keine Polizei da“, meinte der Mann. Erst als er den Verdächtigen tot am Boden gesehen habe, wusste er, was passiert war, so seine Schilderung. Der Zeuge nahm während dieser Zeit immer nur einen Täter wahr. „Er ging hinunter zum Schwedenplatz und kam dann wieder hinauf“, so der Mann. In der Nähe der Ruprechtskirche wurde der Angreifer dann von der Polizei erschossen. Die Innenstadt sei an dem Abend vor dem Lockdown brechend voll gewesen. „Viele haben überhaupt nicht realisiert, was da passiert“, sagte der Mann.

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