Vorarlberger Spitäler reduzieren OP-Programm

In Bregenz, Dornbirn und Feldkirch werden OP-Kapazitäten zurückgefahren. Foto: KHBG

In Bregenz, Dornbirn und Feldkirch werden OP-Kapazitäten zurückgefahren. Foto: KHBG

Als Reaktion auf die in den vergangenen Tagen stark angestiegenen Corona-Neuinfektionen wird das Operationsprogramm in den Krankenhäusern Bregenz, Dornbirn und Feldkirch schrittweise reduziert.

Die Ambulanzen sind nur noch für Patienten mit einer Zuweisung geöffnet, Selbsteinweisungen sind aktuell nicht mehr möglich. Sowohl Landeshauptmann Markus Wallner als auch Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (beide ÖVP) appellierten eindringlich an die Bevölkerung, die Covid-19-Regeln einzuhalten. Wallner sprach mit Blick auf die Intensivbetten-Kapazität von einer „angespannten Lage“. Aktuell befinde man sich diesbezüglich zwar noch in „guter Verfassung“, die Situation könnte sich aber schon in den nächsten zwei Wochen deutlich verschärfen. „Es wird alles unternommen, die Kapazitäten zu sichern und die Infektionskurve nach unten zu bringen“, unterstrich der Landeshauptmann.

430 Betten für
Covid-19-Patienten

Von 1900 Spitalsbetten stehen in Vorarlberg 430 für Covid-19-Patienten bereit. Stand gestern Mittag waren 106 dieser 430 Betten belegt, von landesweit 51 Intensivbetten wurden zudem 26 von Corona-Patienten benötigt. Zwar könne man die Kapazität auf 104 Intensivplätze erhöhen, dennoch würde man schon Ende November auch an diese Grenze stoßen, sollten die Infektionszahlen nicht eingebremst werden können, hieß es. Laut Rüscher tauscht sich eine Taskforce täglich zu den vorhandenen Kapazitäten aus. Noch sei es nicht notwendig, das Notversorgungszentrum auf dem Messegelände in Dornbirn erneut aufzubauen. Man könne aber jederzeit den Startschuss dazu geben. Die Aufbauzeit betrage zwei Wochen. Zur Reduktion der OP-Kapazitäten in den Krankenhäusern Feldkirch, Bregenz und Dornbirn konnte Rüscher gestern noch keine Details nennen.

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