Putin schickt Friedenstruppen

Russische Friedenstruppen flogen in die Krisenregion. Foto: AP

Russische Friedenstruppen flogen in die Krisenregion. Foto: AP

Berg-Karabach: Vier Flugzeuge mit Soldaten und gepanzerten Fahrzeugen gestartet.

Nach der neuen Vereinbarung über ein Ende aller Kämpfe um die Konfliktregion Berg-Karabach haben russische Friedenstruppen ihren Einsatz begonnen. Die ersten vier Flugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 seien in der Nacht auf gestern mit Soldaten und gepanzerten Fahrzeugen in die Krisenregion geflogen, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Als offizieller Beginn der Mission sei 7 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ) vereinbart worden. Die Vereinbarung über ein Ende aller Kampfhandlungen war am späten Montagabend zwischen dem Präsidenten von Aserbaidschan und dem armenischen Regierungschef unter Vermittlung von Präsident Wladimir Putin zustande gekommen. Sie sieht die Entsendung von 1960 russischen Friedenssoldaten und territoriale Zugeständnisse vor.

Keine Gefechte

In der Krisenregion selbst blieb es gestern zunächst ruhig. Weder das armenische Verteidigungsministerium noch das von Aserbaidschan meldeten Gefechte um die bergige Region. Noch am Vortag hatten die Behörden von Berg-Karabach den Verlust der strategisch wichtigen Stadt Schuschi eingeräumt. Zudem war ein russischer Militärhubschrauber von Aserbaidschan abgeschossen worden.

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