2020 im Rückblick

Covid-19 im Jahr 2020: Das Foto von Krankenschwester Manu im römischen Spital San Filippo Neri, aufgenommen am 20. April, hat Symbolcharakter.

Covid-19 im Jahr 2020: Das Foto von Krankenschwester Manu im römischen Spital San Filippo Neri, aufgenommen am 20. April, hat Symbolcharakter.

Ein Jahr im Zeichen der größten Pandemie seit der Spanischen Grippe. WANN & WO blickt zurück.

Am 1. Jänner berichtet die Ge­­­sundheitskommission der zentralchinesischen Metropole Wuhan vom Ausbruch einer mysteriösen Lungenkrankheit: 27 Erkrankte werden vorerst identifiziert. Spekulationen über einen neuerlichen Ausbruch der Lungenseuche SARS hält das Parteiorgan „Volkszeitung“ schwere Lungenentzündungen als Ursache entgegen. Tatsächlich ist es die durch das Virus SARS-CoV-2 hervorgerufene Atemwegserkrankung Covid-19, Auslöser der bisher größten Pandemie seit der Spanischen Grippe. Die zwei ersten offiziellen Fälle mit dem neuartigen Coronavirus werden in Österreich am 25. Februar bestätigt: Zwei Personen im Alter von 24 Jahren, wovon eine offenbar aus der Lombardei stammt, befinden sich in der Innsbrucker Klinik in Isolation sind aber „nicht lebensbedrohlich“ erkrankt.

Erster Fall in Vorarlberg am 5. März

In Vorarlberg wurde am 5. März die erste Corona-Erkrankung bestätigt. Nach Feststellung der Fakten informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher gemeinsam mit Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher im Landhaus die Öffentlichkeit.

Die österreichische Regierung wird am 10. März in Sachen Coronavirus aktiv. Nachdem die Zahl der positiven Fälle zunimmt und im Nachbarland die Todeszahlen unaufhörlich steigen, werden in Österreich drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus präsentiert. Ab sofort gilt ein Einreisestopp für Personen aus Italien, Unis werden geschlossen, Schulen sollen folgen. Größere Veranstaltungen werden bis Anfang April untersagt, sowohl im Freien wie auch drinnen. Die Regierung bittet die Bevölkerung, soziale Kontakte zu minimieren und Hygienevorschriften einzuhalten. Die Maßnahmen des 1. Lockdowns bedeuten massive Eingriffe ins öffentliche Leben.

Zweite Welle und
weiterer Voll-Lockdown

Es folgt ein ruhiger Sommer mit verhältnismäßig wenig Corona-Fällen. Nachdem allerdings die Corona-Neuinfektionen in Österreich wieder steigen, treten am 14. September wieder verschärfte Maßnahmen in Kraft. „Was wir erleben, ist der Beginn der zweiten Welle“, warnt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Nach stetig steigenden Infektionszahlen tritt am 3. November der zweite Teil-Lockdown in Kraft. Ab 15. November bis 6. Dezember befindet sich Österreich dann in einem Corona-Voll-Lockdown. Die Schulen beenden den Unterricht, der Handel muss bis auf Ausnahmen schließen, wie auch Dienstleister, die körpernah arbeiten. Die Bevölkerung darf nur mehr für spezifische Tätigkeiten das Haus verlassen. Neben einer Impfung sieht die Regierung in Folge auch Massentests als Möglichkeit, der Pandemie beizukommen. Foto: APA

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