Terror mitten in Wien

Der Anschlag im vergangenen November erschütterte ganz Österreich. Foto: APA

Der Anschlag im vergangenen November erschütterte ganz Österreich. Foto: APA

Ein Anschlag in der Bundeshauptstadt forderte mehrere Todesopfer und Verletzte.

Bei einem islamistisch motivierten Terroranschlag in der Wiener Innenstadt am 2. November werden vier Personen getötet, je zwei Frauen und Männer. Mehr als 20 Personen müssen teils schwer verletzt in Spitalsbehandlung. Der Täter, ein nordmazedonisch-österreichischer Doppelstaatsbürger, schießt am letzten Abend vor dem Gastronomie-Lockdown mit einem Sturmgewehr im Lokalviertel Bermuda-Dreieck um sich. Nach acht Minuten kann die Polizei den 20-jährigen Täter ausschalten, auch er stirbt. Österreich gedenkt der Opfer mit drei Tagen Staatstrauer.

Fehler bei
Verfassungsschutz

Später werden schwere Versäumnisse des Verfassungsschutzes be­­kannt. Unter anderem war ein Hinweis der slowakischen Behörden, wonach der wegen einer versuchten Reise nach Syrien einschlägig vorbestrafte Mann in Bratislava Munition zu kaufen versuchte, offenbar versickert. Der Chef des Wiener Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Erich Zwettler, zieht sich deshalb zurück. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Justizministerin Alma Zadic (Grüne) setzen zur Aufklärung eine Untersuchungskommission ein.

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