Café Feurstein bleibt

Freunde der Institution befürchteten Abbruch des Hauses. Stadtrat gibt Entwarnung.

Aufatmen in der Montfortstadt: Das legendäre Café Feurstein wird nicht abgerissen und durch ein Kaufhaus ersetzt, stellt der Feldkircher Stadtrat und Arbeiterkammer-Direktor Rainer Keckeis auf WANN & WO-Anfrage hin klar. „Ich weiß wirklich nicht, wo dieses Gerücht herkommt“, wundert sich Keckeis im Gespräch mit der Redaktion. „Offenbar wurde da etwas falsch verstanden.“ Fest stehe: Es gibt einen Zwist zwischen dem Bundesdenkmalamt und der Stadt Feldkirch. „Das Gebäude, in dem sich das Café befand, steht unter Denkmalschutz“, so Keckeis. „Das Bundesdenkmalamt will aber auch die Einrichtung unter Denkmalschutz verstehen. Also alle Möbel, jeden Café-Tisch und jeden Stuhl. Die gehören aber dem verstorbenen Klaus Feurstein, nicht der Stadt.“ Würde die Einrichtung unter Denkmalschutz gestellt, müsste sie im Café verbleiben. „Das käme einerseits einer kalten Enteignung gleich“, meint der Stadtrat. „Andererseits würde es die Suche nach einem neuen Betreiber des Cafés erschweren, denn nicht jeder will die Einrichtung genauso wieder öffnen, wie sie bisher aussah.“ Das solle aber nicht als Freifahrtschein für einen kompletten Umbau verstanden werden: „Die Stadt Feldkirch will auf jeden Fall, dass das Objekt ein klassisches Kaffeehaus bleibt.“ Dass ein neuer Betreiber aber nicht einmal ein Möbel austauschen dürfe, sei realitätsfern, denn „natürlich sind manchen Sachen in die Jahre gekommen. Allein die Sanitäreinrichtungen müssen überholt werden“, erklärt Keckeis. Er hofft nun, dass der Zwist mit dem Bundesdenkmalamt aufgeklärt wird – und das so bald wie möglich, damit Feldkirch schnell wieder ein Kaffeehaus hat.

<p class="caption">Rainer Keckeis</p>

Rainer Keckeis

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