NEOS: „Frauen müssen gleich viel verdienen!“

Johannes Gasser. Foto: Hartinger

Johannes Gasser. Foto: Hartinger

„Die Freiheit der Frauen beginnt in ihren Geldbörsen!“, sagt Johannes Gasser von den NEOS anlässlich des heutigen Equal Pay Days.

Vorarlberg hat in Bezug auf den Gender Pay Gap nach wie vor einen unglaublichen Aufholbedarf: „Um den Gender Pay Gap ernsthaft bekämpfen zu können, braucht es vor allem ein Bewusstsein für die Ursachen. Frauen müssen gleich viel verdienen! Einer der Hauptgründe liegt darin, dass lange Erwerbsunterbrechungen, Kinderbetreuung und dauerhafte Teilzeitarbeit in Vorarl­berg nach wie vor Frauensache sind. Daher braucht es endlich einen ganzheitlichen Zugang beim Thema Kinderbetreuung – arbeitsfreundliche Öffnungszeiten, so wenig Schließtage wie möglich und ein wirkliches Entgegenkommen für berufstätige Frauen. Ebenso müssen Männer in der Diskussion ins Boot geholt werden: wir brauchen mehr Väterbeteiligung durch individuelle Ansprüche auf Karenz- und Kinderbetreuungsgelder. Zudem brauchen wir dringend das automatische Pensionssplitting. Das macht am Ende einen wirklich chancenreichen Lebensraum aus!”

Ländle hat Aufholbedarf

Vorarlbergs Frauen haben gegenüber Männern das größte Nachsehen, sowohl im Erwerbsleben als auch danach in der Pension. Gasser zeigt auf, dass die Gründe dafür seit Jahren auf der Hand liegen: „Ein großer Teil der Gehaltsunterschiede sind erklärbar und liegen in der einseitigen Belastung der Frauen durch unzureichende Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Schlüssel zu mehr Vereinbarkeit ist ein durchgängiges Kinderbetreuungsangebot, auf das Frauen sich verlassen können. Eine gut ausgebaute Kleinkindbetreuung alleine nützt nichts, wenn sich dann das Betreuungsangebot im Kindergarten und danach beim Übergang in die Volksschule massiv verschlechtert. Die jüngsten Diskussionen rund um die Förderbeiträge bei den privaten Kinderbetreuungseinrichtungen gehen da leider in die komplett falsche Richtung. Es braucht auch von Seiten der Landesregierung ein klares Bekenntnis zu einem vielfältigen und familiengerechten Kinderbetreuungsangebot im Land.“

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