Großes Vertrauen in Wallner

263 von 266 Delegierten wählten Markus Wallner erneut zum Landesparteiobmann. Foto: APA

263 von 266 Delegierten wählten Markus Wallner erneut zum Landesparteiobmann. Foto: APA

Wallner erreicht ohne Gegenkandidaten knapp 99 Prozent der Stimmen. Bundeskanzler Kurz in Live-Schalte optimistisch in Sachen Corona.

Landeshauptmann Markus Wallner ist gestern beim 42. ordentlichen Parteitag der ÖVP Vorarlberg als Landesparteiobmann bestätigt worden. Bei der virtuell abgehaltenen Versammlung erhielt Wallner die Stimmen von 263 von 266 Delegierten (98,87 Prozent), einen Gegenkandidaten gab es nicht. Sowohl der für ein Interview aus Wien zugeschaltete Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als auch Wallner gaben sich optimistisch.

Virtueller Parteitag

Zuletzt hatte sich die Vorarlberger Volkspartei im Mai 2015 zu einem Parteitag getroffen, aufgrund der Pandemie war ein Treffen im Vorjahr unmöglich gewesen. Auch gestern fand der unter dem Motto „Mut. Kraft. Zuversicht.“ abgehaltene Parteitag „nur“ virtuell statt, die Delegierten nahmen via Zoom teil, während aus dem Festspielhaus Bregenz – wo sich Wallner und Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz aufhielten – ein Livestream übertragen wurde. Gegenüber dem Abstimmungsergebnis von 2015 – 97,93 Prozent – legte Wallner noch einmal leicht zu. Bei der ersten Wahl an die Parteispitze im Jahr 2012 hatte Wallner eine Zustimmung von 99,37 Prozent erhalten.

Kanzler Kurz optimistisch

Bundeskanzler Sebastian Kurz zeigte sich im Rahmen des Parteitags in Sachen Pandemie-Bewältigung optimistisch. „Bis Ende Juni stehen acht Millionen Impfdosen zur Verfügung“, stellte Kurz bei einem Live-Interview fest. Somit könnten alle impfbereiten Österreicher bis dahin zumindest eine Impfung erhalten. Die nächsten Monate würden aber eine „herausfordernde Phase“ sein, da gebe es nichts schönzureden. Aber: „So schwierig es jetzt ist, so gut wird es wieder sein.“

Sparquote stark gestiegen

Kurz verwies darauf, dass die Sparquote in der Bevölkerung während der Pandemie stark gestiegen sein. „Die Menschen haben Lust zu konsumieren, auf Urlaub zu fahren“, sagte Kurz. Man werde wirtschaftlich die alte Stärke zurückgewinnen und die Phase ab Herbst vielleicht auch dazu nützen können, die öko-soziale Ausrichtung der österreichischen Wirtschaft – die Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen sowie eine stärkere Ökologisierung – voranzutreiben. Den Weg der Regionalisierung bei Öffnungsschritten hielt Kurz für richtig. Ziel sei es, so viel Freiheit wie möglich zu gewähren und so wenige Einschränkungen wie nötig vorzunehmen.

<p class="caption">Sebastian Kurz</p>

Sebastian Kurz

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