Biontech verzichtet nicht auf Patent

Seit Tagen tobt eine öffentliche Debattedarüber, ob Impfstoffhersteller die Patente auf ihre Vakzine freigeben und somit mehr Herstellern die Fertigung ermöglichen sollen. Symbolfto: AFP

Seit Tagen tobt eine öffentliche Debatte
darüber, ob Impfstoffhersteller die Patente auf ihre Vakzine freigeben und somit mehr Herstellern die Fertigung ermöglichen sollen. Symbolfto: AFP

Der Hersteller will armen Ländern Impfstoffe günstiger geben.

In der seit Tagen schwelenden Debatte um die Patentfreigabe auf Covid-Impfstoffe hat der Vakzinhersteller Biontech jetzt erklärt, eine Patentfreigabe für nicht zielführend zu halten. Die Firma wolle aber armen Ländern beim Preis entgegenkommen. „Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen“, teilte das Unternehmen gestern mit. Man sei überzeugt, dass der kontinuierliche Ausbau der Produktionskapazitäten dazu beitragen werde, diese Pandemie zu beenden. „Um dies zu erreichen, müssen Regierungen, Hersteller sowie internationale und nationale Organisationen gemeinsam die Versorgung von Ländern mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen aus den bereits bestehenden Produktionsstätten unterstützen und helfen, neue zertifizierte Standorte zu identifizieren.“ Patente seien „nicht der begrenzende Faktor für die Produktion oder Versorgung mit unserem Impfstoff“, sagte eine Sprecherin. Die Herstellung sei ein komplexer Prozess. Dabei könnten Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs leiden.

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