WhatsApp änderte Datenschutzregeln

Wer den neuen WhatsApp-Richtlinien nicht zugestimmt hat, verliert nach und nach diverse Funktionen. Foto: AP

Wer den neuen WhatsApp-Richtlinien nicht zugestimmt hat, verliert nach und nach diverse Funktionen. Foto: AP

Gestrige Einführung wegen Nutzer-Abwanderung ursprünglich um drei Monate verschoben.

Seit Anfang des Jahres gibt es Aufregung um die neuen Datenschutz-Bestimmungen bei WhatsApp. Nach erster Kritik und eine Abwanderung von Nutzern verschob Facebooks Chat-App die Einführung von Februar auf Mai. Die Änderungen werden jetzt sanfter umgesetzt. Wer den neuen Regeln bis gestern nicht zustimmte, kann den Dienst noch „mehrere Wochen“ uneingeschränkt nutzen. Danach werden die Funktionen aber schrittweise eingeschränkt.

In der Kritik

Kritiker warnen vor neuen Möglichkeiten zum Daten-Austausch mit der Konzernmutter Facebook. WhatsApp bestreitet das und betont, es gehe darum, die Basis für mehr Kommunikation mit Unternehmen zu legen. Außerhalb der EU fließen bereits seit 2016 einige WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook, zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten. Seit Ankündigung der Änderungen im Jänner sorgen Warnungen vor einem stärkeren Datenaustausch mit der Konzernmutter Facebook für Unruhe bei den Nutzern – trotz der Dementis von WhatsApp. Es hagelte Kritik, Nutzer wanderten zu anderen Messengern wie Signal oder Telegram ab. Das Unternehmen verschob die ursprünglich für Februar geplante Einführung der neuen Regeln daraufhin um gut drei Monate.

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