Tatverdächtiger dreifach vorbestraft

Am Fundort des getöteten 13-jährigen Mädchens in Wien-Donaustadt wurden ­zahlreiche Kerzen und Blumen abgelegt.  Foto: APA

Am Fundort des getöteten 13-jährigen Mädchens in Wien-Donaustadt wurden ­zahlreiche Kerzen und Blumen abgelegt.  Foto: APA

Mordfall Leonie: Der gesuchte vierte Tatverdächtige wurde seit 2018 drei Mal verurteilt.

Nach Auffinden der Leiche einer in Wien-Donaustadt mutmaßlich sexuell missbrauchten und danach gewaltsam zu Tode gekommenen 13-Jährigen am Samstag vor einer Woche war am Wochenende die länderübergreifende Suche nach einem vierten Tatverdächtigen voll im Gange. Der 22-Jährige – ebenso wie drei bereits festgenommene Verdächtige afghanischer Herkunft – wurde seit 2018 drei Mal gerichtlich verurteilt, zuletzt im Vorjahr. Dabei war schon 2017 seine Abschiebung für zulässig erklärt worden. Der Afghane hatte als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling 2015 einen Asylantrag in Österreich gestellt. Im Oktober 2017 erging eine negative Asylentscheidung, ein Rückkehraufforderung wurde erlassen. Dagegen erhob der Mann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht – die offenbar fast vier Jahre später nach wie vor anhängig ist. Der APA vorliegenden Informationen zufolge war dem 22-Jährigen obendrein im Juni 2018 per Verfahrensanordnung der Verlust seines Aufenthaltsrechts wegen Straffälligkeit mitgeteilt worden. Er wurde insgesamt sechs Mal polizeilich angezeigt, darunter wegen Suchtmittelhandels, Hehlerei und Körperverletzung. Seit 2018 wurde er jährlich ein Mal gerichtlich abgeurteilt, angeblich jeweils nach dem Suchtmittelgesetz. Unklar ist, ob es Hinweise gibt, wo sich der flüchtige 22-Jährige aufhält bzw. aufhalten könnte.

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