Tiertransport-Demo

Gestern demonstrierten über 100 Menschen gegen unzumutbare Tiertransporte. Foto: handout/VGT

Gestern demonstrierten über 100 Menschen gegen unzumutbare Tiertransporte. Foto: handout/VGT

Gestern protestierte der Verein gegen ­Tierfabriken lautstark vor dem ­Landhaus in ­Bregenz.

Von 11 bis 13 Uhr demonstrierten rund 100 Tierschützer aus ganz Vorarlberg, um lautstark gegen die Kälbertransporte direkt von Vorarlberg zu Libanon-Händler in ­Spanien zu protestieren und ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen, dass diese trotz mehrerer Skandale nicht gestoppt wurden. Experten und Expertinnen sprachen über die ­Problematik. Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) lud ganz Vorarlberg dazu ein, ebenfalls die Stimme vor dem Landhaus zu erheben.

Skandale um Tiertransporte

Trotz zahlreicher Skandale um Tiertransporte und lauten Protesten der Vorarlberger werden weiterhin ­tausende Kälber aus Vorarlberg ins Ausland transportiert. Die Kälber sind nicht nur während des gesamten, langen Transports unversorgt und leiden Hunger, es kommt sogar noch schlimmer, denn Vorarlberg schickt seine Kälber inzwischen direkt zu einem Händler in ­Spanien, der angibt, später weiter in den Nahen Osten und nach ­Afrika zu exportieren. Was dort passiert, deckte der VGT bereits 2020 eindrücklich auf. Auch das Lustenauer Kalb, das grausam im Libanon geschlachtet wurde, ging über diesen Händler.

Vorarlberg als ­Tierschutzland Nummer eins

Den Vorarlbergern wurde ­mehrfach vollkommene Transparenz bei ­Tiertransporten versprochen. Außerdem hieß es, Vorarlberg sei „­Tierschutzland Nummer eins“. In einer ­Pressemitteilung des Landes Vorarlberg wurde versichert, dass Transporte nur noch dann abgefertigt werden, wenn die endgültigen Ziele bekannt sind. Landesveterinär Norbert Greber formuliert sogar: „Klares ‚Nein‘ zu Verbringungen von Kälbern in den Libanon.“ Doch laut VGT passiert nun genau das.

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