Kurz „hochnervös“ und „respektlos“

Das Protokoll der Einvernahme von Kanzler Sebastian Kurz gelangtekürzlich an die Medien. Foto: AFP

Das Protokoll der Einvernahme von Kanzler Sebastian Kurz gelangte
kürzlich an die Medien. Foto: AFP

Wien. Die Opposition übt angesichts des veröffentlichten Protokolls der Beschuldigteneinvernahme von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Kritik: Kurz sei „hochnervös“ und reite sogar bei seiner Einvernahme Attacken gegen die Justiz, empörte sich SPÖ-Manager Christian Deutsch gestern. NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos ortete „fehlenden Respekt vor den Institutionen, aber keinen Willen zur Aufklärung“.

Enge Abstimmung?

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige gegen Kurz wegen des Verdachts auf Falschaussage im Ibiza-U-Ausschuss. Im Kern geht es um die Frage, wie intensiv Kurz unter Türkis-Blau in die Reform der Staatsholding ÖBAG involviert war. Der Kanzler hatte seine Rolle dabei heruntergespielt. Später aufgetauchte Chatprotokolle legten allerdings eine enge Abstimmung zwischen Schmid und Kurz nahe.

„Bin kein Vollidiot“

In dem nun an die Medien gespielten Einvernahmeprotokoll weist Kurz erneut jegliche Falschaussage von sich. „Ich weiß nicht, wie Sie mich einschätzen, aber ich bin kein Vollidiot. Wenn ich weiß, dass sie alle SMS haben, wäre es ja absurd etwas davon Abweichendes zu sagen“, sagte Kurz etwa zum Richter. Fragen des ebenfalls anwesenden Staatsanwaltes wollte Kurz nicht beantworten: „Das funktioniert nicht so gut zwischen uns.“

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