Türkei: Botschafter als „unerwünscht“ erklärt

Ankara. Im Streit um den inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala lässt Staatschef Recep Tayyip Erdogan zehn westliche Botschafter, darunter den US-Botschafter, zu unerwünschten Personen erklären. Er habe das Außen­ministerium angewiesen, die Diplomaten so schnell wie möglich zur „persona non grata“ zu erklären, sagte Erdogan gestern. Auf diese Einstufung folgt in der internationalen Diplomatie in der Regel die Ausweisung. Die Botschafter hatten Anfang der Woche in einem gemeinsamen Appell zur ­Freilassung des seit vier Jahren ohne Verurteilung im Gefängnis einsitzenden ­Kulturförderers Kavala aufge­rufen. Als Folge hatte die Türkei die ­Botschafter vorgeladen und mit deren ­Ausweisung gedroht.

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