Fackelprotest vor Haus von Ministerin

Irrer Auftritt von Impf-Gegner. Symbolfoto: dpa

Irrer Auftritt von Impf-Gegner. Symbolfoto: dpa

Grimma. Gegner der Corona-Politik in Deutschland haben mit Fackeln und Plakaten vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) protestiert. Wie die Polizei gestern mitteilte, versammelten sich am Freitagabend vor dem Haus in Grimma etwa 30 Menschen. Als die Beamten eintrafen, seien die Leute in mehreren Fahrzeugen geflüchtet. Politikerinnen und Politiker verurteilten den Protest als Einschüchterungsversuch und Grenzüberschreitung und bekundeten Solidarität mit der Ministerin.

Anzeigen gegen Teilnehmer

Die Polizei erstattete Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und prüft Verstöße gegen die Corona-Verordnung. Laut der Verordnung sind zurzeit nur ortsfeste Versammlungen mit maximal zehn Teilnehmern in Sachsen erlaubt. Das deutsche Bundesland ist von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans schrieb gestern auf Twitter: „Was sich gestern vor dem Haus von Petra Köpping zugetragen hat, hat mit Sorge und Freiheitsdrang nichts zu tun. Das ist in Art und Auftritt faschistoid.“

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