20 Jahre Guantánamo: Amnesty fordert Schließung

Amnesty International forderte bereits zuvor die Lager-Schließung. Symbolfoto: AP

Amnesty International forderte bereits zuvor die Lager-Schließung. Symbolfoto: AP

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert den ­US-Präsidenten Joe Biden zur Lager-Schließung auf.

20 Jahre nach Eröffnung des US-Gefangenenlagers Guantánamo fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International US-Präsident Joe Biden zur Schließung der umstrittenen Einrichtung auf. „Das Lager stellt ein Synonym für Willkür, Ungerechtigkeit und Folter dar. Das System ­Guantánamo ist nicht zu reparieren“, sagte Sumit Bhattacharyya, USA-Experte von Amnesty in Deutschland der Deutschen Presse-Agentur in Washington. „Das Lager selber muss geschlossen werden und Menschen, die an Folter oder an anderen illegalen Aktionen beteiligt waren, müssen vor Gericht gestellt werden. Die müssen sich für ihre Taten verantworten.“

Entspricht keinen Standards

Anlässlich des bevorstehenden 20. Jahrestags des Lagers sind Aktionen von Amnesty in mehreren Ländern geplant. In Deutschland kam es gestern nach Amnesty-Angaben in Berlin, Bremen, Leipzig, Dresden, Chemnitz und Halle zu Protesten. Ein Engagement der neuen Bundes­regierung für die Schließung Guantánamos wäre „begrüßenswert“, sagte ­Bhattacharyya „Dass dieses Lager keinen internationalen Standards entspricht, ist seit zwei Jahrzehnten bekannt.“