Fünf- bis 14-Jährige: Jedes vierte Kind im Ländle hatte Corona

Seit dieser Woche müssen Schulkinder am Sitzplatz keine Maske mehr tragen. Symbolfoto: APA

Seit dieser Woche müssen Schulkinder am Sitzplatz keine Maske mehr tragen. Symbolfoto: APA

Die Omikron-Welle hat Kinder im schulpflich-tigen Alter deutlich stärker erfasst als andere Altersgruppen – besonders auch im Ländle.

Seit Jahresanfang weist die AGES bereits 183.472 Infektionen unter Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren aus. Das entspricht 22 Prozent, also gut einem Fünftel der Kinder in dieser Altersgruppe. Im Ländle liegt der Anteil sogar bei 23 Prozent. Besonders hoch war der Anteil der mit dem Coronavirus infizierten Kinder bisher in Tirol und Wien, wo jeweils über ein Viertel der schulpflichtigen Kinder positiv getestet wurde. Überdurchschnittlich viele sind es auch in Salzburg mit knapp 24 Prozent. Oberösterreich liegt mit 21 Prozent im Durchschnitt. Kärnten (20) und die Steiermark (19 Prozent) liegen knapp unter dem Durchschnitt, Niederösterreich (18) und das Burgenland (17) deutlich darunter. Von den 183.472 Kindern gelten derzeit 47.000 als aktiv erkrankt, der Rest als wieder genesen.

Ältere weniger betroffen

Zum Vergleich: Bei den 15- bis 24-Jährigen waren es österreichweit 19 Prozent, bei den 25- bis 44-Jährigen rund 17, bei den 45- bis 54-Jährigen zwölf Prozent und bei den Älteren deutlich weniger. Diese Woche hatte die Regierung die seit November geltende Maskenpflicht an Schulen gelockert. Seither müssen Volksschüler am Sitzplatz keine Maske mehr tragen. Ab morgen gilt das auch für alle anderen Schulen, vorgeschrieben ist die Maske dann nur mehr abseits des eigenen Platzes. Auch Lehrerinnen und Lehrer müssen sie weiter tragen. Unterrichtsminister Martin Polaschek (ÖVP) hatte sich bei der Lockerung der Maskenpflicht auf die Meinung von Experten berufen. Die von der Regierung beigezogenen Fachleute distanzierten sich allerdings vom Ende der Maskenpflicht. Die Sprecher der Direktorinnen und Direktoren an AHS und BHS befürchten mehr Infektionen und damit auch mehr Krankenstände von Schülern und Lehrern.