Der Kampf um Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich in der Nacht auf gestern und am Morgen immer wieder in Videobotschaften aus Kiew. Foto: APA

Der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich in der Nacht auf gestern und am Morgen immer wieder in Videobotschaften aus Kiew. Foto: APA

Kampfhandlungen nahmen am dritten Tag der russischen Invasion zu.

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine drohte gestern (bei Red.-Schluss) eine Ausweitung der Kampfhandlungen vor allem in Kiew. Der Kreml behauptete, die Ukraine habe gestern Friedensverhandlungen mit Russland abgelehnt. Daher werde der „Vormarsch der wichtigsten russischen Streitkräfte“ wieder aufgenommen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Die ukrainische Führung dementierte. „Ihre Kommentare, dass wir Verhandlungen abgesagt hätten, sind lediglich Teil ihrer Taktik“, sagte Präsidentenberater Mychajlo Podolak einer Mitteilung zufolge. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief seine Landsleute in Videobotschaften zur Abwehr russischer Angriffe auf.

Hunderttausende flüchten

Nach Angaben des Innenministers wurden 25.000 automatische Waffen sowie zehn Millionen Patronen an Einwohner Kiews ausgegeben. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) teilte mit, dass weit mehr als 100.000 Menschen aus der Ukraine in Nachbarländer geflüchtet seien.