EU-Gipfel zu Kriegs- und Sanktionsfolgen

Im Fokus des Gipfels stehe eine ­größere Unabhängigkeit und ­Souveränität Europas. Foto: AP

Im Fokus des Gipfels stehe eine ­größere Unabhängigkeit und ­Souveränität Europas. Foto: AP

Kommende Woche soll auf einem informellen EU-Gipfel in Versailles über eine strategische Neuaufstellung Europas infolge des Ukraine-Kriegs beraten werden.

Wie die französische Zeitung „Le Monde“ gestern berichtete, soll es dabei mit Blick auf die Bewältigung der Folgen auch um das Einrichten eines gemeinsamen Fonds zum Abfedern der Sanktionsfolgen für die EU gehen. In den Mitgliedsstaaten liefen dazu bereits Gespräche. Womöglich werde der Fonds bereits auf dem Gipfel am Donnerstag und Freitag kommender Woche angekündigt.

Frankreich hat im Moment die EU-Ratspräsidentschaft inne. Wie es aus dem Élyséepalast hieß, stimmten Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich zuletzt am Freitag im Hinblick auf das Gipfeltreffen ab. Dieses solle die Anpassung an die Auswirkungen des Krieges und die daraus zu ziehenden Konsequenzen für die strategischen Abhängigkeiten Europas in den Blick nehmen, insbesondere in den Bereichen Verteidigung und Energie. Neben kurzfristigen Entscheidungen und der Bewältigung der Krise mit einem sogenannten Resilienzplan gehe es um die künftige Konstruktion Europas.