81 Hinrichtungen an einem Tag in Saudi-Arabien

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman regiert sein Land mit eiserner Faust.  Foto: Saudi Royal Palace / AFP

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman regiert sein Land mit eiserner Faust. Foto: Saudi Royal Palace / AFP

Die Beschuldigten seien wegen unterschiedlicher Verbrechen verurteilt worden.

Dazu zählten Mord an „unschuldigen Männern, Frauen und Kindern“ und Mitgliedschaft bei Terror-
organisationen wie dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida.

Die Hinrichtungen seien gestern vollstreckt worden, nachdem die Todesurteile durch Dekrete des Königshauses bestätigt worden seien. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Saudis gehandelt.

Menschenrechtler beklagen immer wieder die hohe Zahl an Exekutionen im islamisch-konservativen Saudi-Arabien. Zwischen Januar und Juli 2021 seien 40 Exekutionen vollstreckt worden – nach 27 im Jahr zuvor. Unter Führung des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman geht Saudi-Arabien mit harter Hand gegen Regierungskritiker vor. Zahlreiche Aktivisten sitzen noch immer in Haft. In dieser Woche hatte das Königreich den Blogger Raif Badawi nach zehn Jahren Haft freigelassen. Allerdings darf er nach Angaben seiner Frau Ensaf Haidar zehn Jahre das Land nicht verlassen. Badawi gehörte zu den bekanntesten politischen Häftlingen in Saudi-Arabien. Die saudische Justiz hatte ihn 2014 zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockschlägen verurteilt. Der Vorwurf: Mit seinen Blogeinträgen soll er den Islam beleidigt haben, indem er die Trennung von Staat und Religion vorschlug.