Die Staatschefs telefonierten 75 Minuten lang miteinander.

Telefonat von Macron und Scholz mit Putin „schwierig“

Zugleich sei die Atmos-phäre während des Gesprächs aber „sehr offen“ gewesen, teilte der Élysée-Palast mit.

Nach Angaben französischer Regierungsmitarbeiter ließ der russische Präsident in dem mehr als einstündigen Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz keine Bereitschaft erkennen, die Kämpfe in der Ukraine zu stoppen. Das Gespräch zwischen den drei Staatschefs am Mittag habe 75 Minuten gedauert. Staats- und Regierungschefs der EU arbeiten aktuell an einer neuen Serie massiver Wirtschaftssanktionen gegen Moskau. Deren Ziel ist, Putin zum Einlenken zu bewegen.

Scholz habe am Vormittag zudem mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen und sich über dessen Einschätzung der aktuellen Lage informiert. Über den Ausgang sowie den genauen Inhalt beider Gespräche wurde bis Redaktionsschluss nichts bekannt. Unterdessen hat Russland den Westen erneut mit Nachdruck vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Ein Konvoi mit neuen Rüstungsgütern könne von russischen Streitkräften als Ziel genommen werden, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow gestern im Moskauer Staatsfernsehen. „Das ist einfach ein gefährlicher Zug“, sagte Rjabkow mit Blick auf Ankündigungen westlicher Länder, der Ukraine für den Kampf gegen die russische Armee weiter Waffen zu liefern.

Die Kämpfe zwischen der russischen und ukrainischen Armee gehen derweil unvermindert weiter. Umkämpft ist vor allem die Hafenstadt Mariupol, die laut Ukraine in Teilen gestern von prorussischen Separatisten erobert worden sein soll. Angaben aus dem Kriegsgebieten sind aktuell nicht unabhängig überprüfbar. Fotos: AFP, AP, APA, dpa

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