Zwei militärische Stützpunkte sind bei dem Angriff zerstört worden.

Russen feuerten Hyperschall-Rakete ab

Großes Bild: Bei einem Angriff wurde ein ganzes Wohnhaus in Kharkiv zerstört.Kleines Bild: Die Hyperschall-Rakete „Kinschal“ wurde von einem Kampfflugzeug des Typs MiG-31 im Gebiet Iwano-Frankiwsk abgeworfen. Fotos: AP; dpa

Großes Bild: Bei einem Angriff wurde ein ganzes Wohnhaus in Kharkiv zerstört.

Kleines Bild: Die Hyperschall-Rakete „Kinschal“ wurde von einem Kampfflugzeug des Typs MiG-31 im Gebiet Iwano-Frankiwsk abgeworfen. Fotos: AP; dpa

Die russische ­Luftwaffe hat in ihrem Krieg gegen die Ukraine nach ­Angaben aus Moskau mit der ­neuen Hyperschall-Rakete ­„Kinschal“ ein ­Raketenarsenal im Gebiet ­Iwano-Frankiwsk zerstört.

Das unterirdische Munitionsdepot der ukrainischen Luftwaffe in Deljatyn im Südwesten der Ukraine sei am Freitag durch die ballistische Rakete vernichtet worden. Das sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konoschenkow, gestern.

Im Gebiet von Odessa am Schwarzen Meer seien zwei Stützpunkte der militärischen Aufklärung zerstört worden. Überprüfbar waren die Angaben nicht.

Erster Einsatz der Raketen

Es ist das erste Mal seit Beginn des Krieges, dass Russland von dem Einsatz seiner neuen ballistischen Luft-Boden-Rakete „Kinschal“ berichtet. Es sei der erste Einsatz im Kampf überhaupt, hieß es. Bisher kamen die Waffen vor allem bei Manövern zum Einsatz – zuletzt wenige Tage vor der Invasion in die Ukraine. Abgeschossen werden die „Kinschal“-Raketen von Kampfflugzeugen des Typs MiG-31 (siehe Foto). Sie können nach russischen Angaben Ziele in bis zu 2000 Kilometern Entfernung treffen – unter Umgehung aller Luftabwehrsysteme. Hyperschallraketen übertreffen die Schallgeschwindigkeit um ein Mehrfaches und fliegen mit mehr als 6000 Kilometern pro Stunde.

„Waffenlieferungen stoppen“

Russland begründet seinen Krieg in der Ukraine auch mit dem Ziel, das vom Westen ausgerüstete Nachbarland zu entmilitarisieren. In der Nacht auf gestern seien 69 Militärobjekte, darunter vier Kommandostützpunkte der Ukraine, zerstört worden, sagte Konaschenkow. Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin forderte die USA und die Nato-Staaten auf, die Ukraine nicht weiter zu bewaffnen, „wenn sie baldigst Frieden wollen.“