Vorarlberger WK-Präsident entschuldigt sich öffentlich

Hopfner ist seit Mai 2020 Vizepräsident und Finanzreferent in der WK. Foto: Sams

Hopfner ist seit Mai 2020 Vizepräsident und Finanzreferent in der WK. Foto: Sams

Wilfried Hopfner, Präsident der Vorarlberger ­Wirtschaftskammer, hat sich gestern aufgrund des Inseraten-Skandals geäußert und entschuldigt.

Der interimistische Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer Wilfried Hopfner hat sich in einem Interview mit ORF Radio Vorarlberg am gestrigen Mittag für die umstrittenen Geldflüsse der Kammer an den Vorarlberger Wirtschaftsbund entschuldigt. So lange er Kammerpräsident sei, werde es auf jeden Fall keine Doppelfunktion als Wirtschaftsbundobmann mehr geben.

Stellung zur Inseratenaffäre

Wie im Zuge der Vorarlberger Inseraten­affäre publik wurde, hatte die Wirtschaftskammer Vorarlberg in den vergangenen zwei Jahren für rund eine Viertel Million Euro in der Mitgliedszeitung des ÖVP-Wirtschaftsbundes inseriert. Dass Sparten und Fachgruppen Geld für Öffentlichkeitsarbeit ausgeben, sei normal, so Hopfner, „ich verstehe aber natürlich jetzt die Aufregung, die daraus entstanden ist. Und ich verstehe auch, wenn sich manche Fraktionen benachteiligt fühlen.“ Dafür wolle er sich „bei den Funktio­nären entschuldigen, die hier jetzt im Nachhinein drauf­gekommen sind, was ­tatsächlich mit ihrem Geld passiert ist“. ­Mittlerweile ist ein Verbot der gesamten Kammer­organisation für Inserate in partei­nahen Medien in Kraft.

Strikte Trennung der Ämter

Auf die Vorgänge rund um ­Kammer und Wirtschaftsbund habe es nur „sehr vereinzelte Reaktionen“ von Kammermit­gliedern ihm und der Kammer­direktion gegenüber gegeben, sagte ­Hopfner. ­Hopfner, der in wenigen Wochen als ­Vorstandsvorsitzender der ­Raiffeisenlandesbank Vorarl­berg in Pension geht, hatte nach dem Rücktritt von Hans-Peter Metzler das ­Präsidentenamt übernommen. Die Trennung von ­Präsidentenamt und Obmannschaft beim ÖVP-Wirtschaftsbund sei dafür seine Bedingung gewesen.