Kommt THC-Grenzwert am Steuer?

L. Gewessler

L. Gewessler

Im Verkehrsministerium von Leonore Gewessler (Grüne) werden laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „profil“ Überlegungen für einen THC-Grenzwert am Steuer angestellt.

Im Verkehrsressort werde an einem Gesetzesentwurf für einen Grenzwert ähnlich des 0,5-Promille-Limits bei Alkohol gearbeitet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „profil“. „Nach dem Beeinträchtigungsprinzip muss unterschieden werden zwischen Konsum, der bereits vor Tagen stattgefunden haben kann, und akuter Fahrtüchtigkeit. Klare Kriterien dafür würden auch eine Vereinfachung der Verfahren bedeuten“, zitierte das Magazin aus dem Ministerium. Man prüfe gerade die Verfahren, die in vielen anderen EU-Ländern bereits angewandt werden. So liegt der Grenzwert laut „profil“ in Deutschland bei einem Nanogramm THC im Blut, in der Schweiz bei drei.

Zahlen seien „explodiert“

Die Zahl der Führerscheinabnahmen wegen Suchtgifteinflusses sei in zehn Jahren von jährlich 400 auf 6500 „explodiert“, sagte Rechtsanwalt Martin Feigl „profil“, meist gehe es um Cannabis. Aus dem ÖVP-geführten Innenministerium heiße es: „Die legistische Zuständigkeit liegt beim Verkehrsministerium.“