Brücke von Russland zur Krim gesprengt

Die Bilder der brennenden Brückewurden in der Ukrainie bejubelt. Foto: AFP

Die Bilder der brennenden Brücke
wurden in der Ukrainie bejubelt. Foto: AFP

Die Explosion an der einzigen Verbindungsbrücke zwischen Russland und der von Moskau annektierten Halbinsel Krim droht die Kriegslage weiter zu verschärfen.

Es seien mindestens drei Menschen gestorben, teilte das nationale Ermittlungskomitee in Moskau gestern mit. In der Ukraine wurden die Bilder von der brennenden und zerstörten Brücke mit Jubel aufgenommen. Die Internetzeitung Ukrajinska Prawda berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise in Kiew, dass der ukrainische Geheimdienst SBU involviert sei. Der SBU bestätigte das nicht.

Zerstörung der Krim-Brücke birgt Eskalationsgefahr

Nach russischen Behördenangaben explodierte ein vom Festland kommender Lastwagen auf der Brücke, woraufhin sieben mit Treibstoff gefüllte Kesselwagen eines Güterzugs in Brand gerieten. Die Fahrbahn ist an mindestens zwei Stellen eingestürzt. Zuletzt waren in der Region Kertsch auf der Krim immer wieder Drohnen explodiert. Russland hatte vor einem Angriff auf die Brücke gewarnt. Dies wäre ein klares Überschreiten der roten Linie. Der Machtapparat in Moskau drohte für den Fall mit Angriffen auf die Kommandozentralen in Kiew.

Angesichts der Rückschläge in der Ukraine sieht sich die russische Militärführung nach Ansicht britischer Experten mit wachsender Kritik im eigenen Land konfrontiert.