Asylzelte stehen – und stehen leer

Auch in Feldkirch stehen nun Zelte. Foto: VN

Auch in Feldkirch stehen nun Zelte. Foto: VN

Nachdem sowohl in Vorarlberg als auch in Tirol Zelte zur Unterbringung von Asylwerbern bzw. Geflüchteten aufgestellt wurden, bleibt weiter offen, ob diese auch bevölkert werden.

Mit Stand von gestern Mittag waren die Zelte nicht bewohnt, gegenüber der APA sprach die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) von einem „allerletzten Ausweg“, es gebe aber mittlerweile „gute Signale“ aus den Ländern. „Das stimmt uns zuversichtlich“, meinte BBU-Sprecher Thomas Fussenegger angesprochen auf politische Bekundungen in Tirol und Vorarlberg, anderweitige Quartiere zu finden bzw. zu schaffen. Diese Woche wurden in Feldkirch sowie in Absam bei Innsbruck auf Grundstücken des Bundes Zelte aufgestellt. Diese blieben aber vorerst leer. Man appelliere weiter an die betroffenen Bundesländer, mehr Menschen zu übernehmen, „damit es nicht dazu kommt“, die Menschen in Zelten unterzubringen, so Fussenegger.

„Das ist zu wenig“

Noch passiere zu wenig. So habe Vorarlberg diese Woche etwa nur 85 zusätzliche Personen aufgenommen. „Das ist zu wenig. Es muss noch mehr passieren“, bekräftigte Fussenegger weiter.

Sowohl die politisch Verantwortlichen in Vorarlberg wie auch in Tirol hatten das Vorgehen des Bundes kritisiert. Sie wollen verhindern, dass Asylwerber in den Zelten unterkommen und stellten ausreichend anderweitige Quartiere in Aussicht. In Tirol, wo ab Dienstag die neue schwarz-rote Regierung im Amt sein wird, ließ der künftige LH-Stv. Georg Dornauer (SPÖ) am Freitag wissen, dass es mit ihm keine Zelte im Bundesland geben werde. Das Vorgehen des Bundes stieß zudem in den beiden betroffenen Kommunen in Tirol und Vorarlberg auf massive Irritationen. Da wie dort wurde bezweifelt, dass das Vorgehen rechtens sei.