Selenskyj drängt auf Luftabwehrsysteme

Ein Mitglied der ukrainischen Rettungskräfte sucht in den Trümmern des jüngsten russischen Luftschlags nach Überlebenden. Foto: AFP

Ein Mitglied der ukrainischen Rettungskräfte sucht in den Trümmern des jüngsten russischen Luftschlags nach Überlebenden. Foto: AFP

Angesichts des erneuten massiven Beschusses der Infrastruktur seines Landes verstärkt der ukrainische Präsident seine Forderung nach Lieferung von Luft-abwehrsystemen.

Der Westen müsse gegenüber Russland „den Druck erhöhen“, sagte der Staatschef in der Nacht auf gestern in seiner täglichen Video-ansprache. Sein Land benötige dringend Luftabwehrraketen. In der Ukraine wurde wieder landesweit Luftalarm ausgelöst, auch in der Hauptstadt Kiew.

In einem von Russland besetzten Dorf in der Ostukraine sind nach russischen Angaben drei Menschen durch ukrainischen Beschuss getötet worden. In Schtschastia in der Region Luhansk seien Raketen des US-Typs Himars eingeschlagen, teilten die von Russland eingesetzten Behörden mit. Fünf weitere Menschen seien verletzt, vier Häuser zerstört worden.

Wasserversorgung gesichert

Nach Russlands Raketenangriffen auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine ist die Wasserversorgung für alle Einwohner der Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wiederhergestellt. Die Hälfte der Bürger habe auch wieder Heizung, teilte Klitschko gestern in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram mit. „Wir arbeiten daran, die Heizung für alle Bürger der Stadt wiederherzustellen“, sagte er. Zwei Drittel der Bewohner hätten auch wieder Strom. Trotzdem gebe es weiter Notfallabschaltungen, weil das Stromdefizit bedeutend sei. Die Menschen wurden zudem zum Energiesparen aufgerufen.