Ukraine: Kämpfe trotz Weihnachten

Trotz der vereinbarten Waffenruhe wird während der orthodoxen Weihnachtsfeierlichkeiten weiter gekämpft. Foto: AFP

Trotz der vereinbarten Waffenruhe wird während der orthodoxen Weihnachtsfeierlichkeiten weiter gekämpft. Foto: AFP

Die Kämpfe in der Ukraine gehen trotz den orthodoxen Weihnachtsfeiertagen auf dem gleichen Niveau weiter.

Eine der am härtesten umkämpften Gegenden sei weiterhin die um die Stadt Kreminna in der Region Luhansk, hieß es gestern im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. „In den vergangenen drei Wochen haben sich die Kämpfe rund um Kreminna auf das dicht bewaldete Gebiet westlich der Stadt konzentriert.“ Da die Wälder selbst im Winter einen gewissen Sichtschutz vor der Be-obachtung aus der Luft böten, hätten beide Seiten sehr wahrscheinlich Schwierigkeiten, den Artilleriebeschuss genau einzustellen. In den Waldgebieten kämen wie üblich vor allem Infanteristen zum Einsatz – Soldaten also, die vorrangig zu Fuß und auf kurze Distanz kämpfen.

Keine Waffenruhe

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte einseitig eine Weihnachts-Waffenruhe angeordnet, die viele als zynische Propaganda-Geste werteten. Offiziell sollte die russische Feuerpause bis gestern Abend gelten, allerdings wurden bereits am Freitag weiter anhaltende Kampfhandlungen gemeldet.