VGT: Hühnermast-Skandal weitet sich aus

Dieses Huhn starb unter den widrigen Umständen der Mast.  Fotos: VGT

Dieses Huhn starb unter den widrigen Umständen der Mast.  Fotos: VGT

Die Tierschützer haben erneut schwere Verstöße gegen Haltungsrichtlinien in Hühnermastbetrieben aufgedeckt.

Ein Video zeigt ein vergessenes Huhn in einer leeren Masthalle. Ein Arbeiter jagt das Tier und erschlägt es brutal mit einem Stock. Mit dem Fuß tritt er den bewegungsunfähigen, aber möglicherweise noch lebendigen Körper über den Boden.

Diese und andere Szenen wurden im August und September 2022 in insgesamt drei Hühnermasten im Bezirk Südoststeiermark aufgezeichnet und jetzt vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) veröffentlicht. Sie zeigen deutlich, „dass der zuletzt im Dezember aufgedeckte Betrieb keinen Einzelfall darstellt, sondern Gewalt und systematisches Leid durch Qualzucht und Haltung offenbar zur Routine gehören“, so die Tierschützer in einer Presseaussendung. Alle drei Betriebe besaßen zum Zeitpunkt der Aufnahmen das AMA-Gütesiegel.

„‚Einzelfälle‘ haben System“

Auch die Vorarlberger Tierschutzaktivistin Sandy P. Peng verurteilte die Vorgänge scharf: „Erneut leidende und sterbende Hühner durch Qualzucht! Außerdem – rohe Gewalt gegenüber leidensfähigen Lebewesen! Diese ‚Einzelfälle‘, wie es die Industrie nennt, haben System – und das darf nicht länger toleriert werden!“

<p class="caption">Durch die extreme Mast bilden die meisten kein richtiges Federkleid aus.</p>

Durch die extreme Mast bilden die meisten kein richtiges Federkleid aus.

<p class="caption">Infektionen, Verletzungen undVerkrüppelungen sind die Regel.</p>

Infektionen, Verletzungen und
Verkrüppelungen sind die Regel.

<p>Sandy P. Peng</p>

Sandy P. Peng