„Impfungen haben uns relativ gut durch Pandemie gebracht“

Gesundheitsminister Johannes Rauch und FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak.

Gesundheitsminister Johannes Rauch und FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak.

Das sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) gestern bei einer Tagung anlässlich des Österreichischen Impftages. Die FPÖ kritisiert Rauchs Aussagen als „Realitätsverweigerung“.

„Großartig“ sei der Erfolg der Wissenschaft in der schnellen Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe gewesen, eine Erfolgsgeschichte auch die rasche breite Zurverfügungstellung der Vakzine in der EU, so der Gesundheitsminister gestern. Aber, so Rauch, das Thema der Impfpflicht sei in Öster­reich politisch „nicht wirklich gut“ gemacht worden. „Am Ende hat die Art und Weise, wie die Impfpflicht umgesetzt wurde, unheimlich viel ‚Porzellan‘ zerschlagen, das sehr schwer zu kitten ist.“

FPÖ: „Zum Fremdschämen“

„Österreich ist mitnichten relativ gut durch die Pandemie gekommen“, reagierte der Obmann des parlamentarischen Gesundheitsausschusses und FPÖ-Gesundheitssprecher NAbg. Gerhard Kaniak auf die Aussagen des Gesundheitsministers. „Trotz einer geradezu totalitären Maßnahmenpolitik, die in einem weltweit praktisch einzig­artigen Impfzwang gipfelte, ist Österreich um nichts besser davongekommen, obwohl wir durch ein weit überdurchschnittliches Gesundheitssystem eine bessere Ausgangslage hatten als die meisten anderen Staaten. Zudem zeigt der Blick in das wesentlich vernünftigere Schweden, dass es ganz anders und gerade deshalb viel besser gegangen wäre“, so Kaniak.

Langzeit-Folgen wie Bildungsdefizite und psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sowie nicht zuletzt die Folgen zahlreicher Impfschäden und Nebenwirkungen seien bis heute höchst akut. „Angesichts dieser Umstände die Impfung als Allheilmittel hinzustellen, ist zum Fremdschämen und zeigt, dass Rauch aus seinen eigenen und den Fehlern seiner Vorgänger nicht das Geringste gelernt hat, sondern sich stattdessen weiterhin in Realitätsverweigerung übt“, so Kaniak.