Missbrauchsopfer von Sportlehrer will Schadenersatz

Wien. Ein Missbrauchsopfer eines Sportlehrers, der bis zu seinem Suizid im Mai 2019 an einer Wiener Mittelschule über 40 Buben im Alter von neun bis 14 Jahren missbraucht haben dürfte, fordert nun von der Republik Österreich Schadenersatz. In einem an die Finanzprokuratur gerichteten Schreiben verlangt der ehemalige Schüler eine zumindest finanzielle Wiedergutmachung für die erlittenen seelisch-psychischen Schäden und eine daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit als Profi-Sportler. Der traumatische Übergriff hatte die Träume des als Talent geltenden Burschen von einer Karriere als Fußball-Profi zerstört. Bis zum heutigen Tag ist ihm nur eingeschränkt die Ausübung eines Berufs möglich. Er benötigt Medikamente und steht in andauernder psychiatrischer Behandlung. Für das ihm Widerfahrene macht er nun 50.000 Euro Schmerzengeld und 740.000 Euro an Verdienstentgang für die ihm genommene Karriere im Profisport-Bereich geltend. Der junge Mann war seinerzeit während einer sogenannten Lesenacht im Turnsaal der Mittelschule von seinem Sportlehrer missbraucht worden.