Wie viel ist genug?



IKeine leichte Frage. Oder doch eine leichte Frage? Sie wird Ihnen in der Ausstellung, die den Namen der Überschrift trägt, zurzeit im vorarlberg museum gestellt. Waren Sie schon dort? Noch nicht? Dann sollten Sie das nachholen. Sie versäumen sonst etwas. Nämlich eine Ausstellung in der Sie ganz ernsthaft aber auch mit viel Humor mit Fragen des Geldes, der Schulden, der Überlegung wie viel genug ist und noch einigem anderen in Begegnung kommen.

Den Grund für diese Ausstellung habe ich Ihnen schon vor zwei Wochen genannt. Die ifs Schuldenberatung wird heuer nämlich dreißig Jahre alt. Grund genug, um aus der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft zu denken; wie es ein kluger Kopf einmal ausgedrückt hat. Oder um aus der Geschichte zu lernen welche Maßnahmen helfen könnten, um in der Zukunft gut aufgestellt zu sein. So genau kann man diese ja nicht planen. Niemand von uns. Wir können aber einiges daran setzen zu überlegen was notwendig ist, um auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gute Lebensbedingungen zu haben. Alle Eltern und Großeltern tun das ganz automatisch.

Ich erinnere mich nur zu gut an einen Freund in der Volkschule. Dessen Eltern haben ihm immer und immer wieder eingebläut ja viel zu lernen. Damit er es einmal besser haben soll als sie. Er ist dann ausgewandert. Vielleicht waren ihm die vielen und häufigen Elternbotschaften doch zu viel. Aber es scheint ihm gut zu gehen. Ob besser als ihnen? Das ist ihm ziemlich egal. Ihm ginge es gut. Mehr bräuchte er nicht.

Aber darum geht es. Alle Menschen sollen ein gutes Leben führen können. Das geht nicht ohne die Unterstützung durch die Gesellschaft. Aber auch nicht ohne meine eigene Anstrengung. Und im Übrigen haben Sie Recht: Wir sehen uns im Museum. Die Ausstellung läuft noch bis Juni.

In „Kopfstücke“ hat der Gastkommentator
Peter Kopf Raum für seine persönliche Meinung.
Diese muss nicht mit der der

Redaktion übereinstimmen.

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