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Zwei Jahre „Oma-Revolte“

Vor zwei Jahren fand in Bregenz anlässlich des Muttertages die erste Demo der vor 1955 geborenen Frauen statt, denen man die Erziehungszeiten pensionsrechtlich nicht abgilt. Das bisherige Ergebnis ist eine für Österreich noch nie dagewesene Sensation: Zwischen sämtlichen Parteien, ohne Ausnahme, herrscht vollkommene Einigkeit! Nämlich, dass den Frauen keine Pension zusteht. Die eher linksgerichteten Parteien sehen das Kinderaufziehen als Hobby und die eher rechtsgerichteten als Pflicht und Ehrenamt. Von den Medien werden wir totgeschwiegen, einzige rühmliche Ausnahmen die „VN“ und „WANN & WO“. Es gibt Politiker, die helfen wollen, aber die können sich innerparteilich nicht durchsetzen. Das sind z.B. die blauen Frauen. Aber auch die roten Politiker Auer, Ritsch, Staudinger und Einwallner sind sich dieser Ungerechtigkeit sehr wohl bewusst. Leider konnten auch sie sich bisher gegen die Parteikollegen um Dr. Sprickler-Falschlunger nicht durchsetzen, die sich gegen eine Unterstützung ausspricht. Wofür ihr die türkis/blaue Bundesregierung sicher sehr dankbar ist. Auch haben wir von den „Omas gegen Rechts“ keinerlei Hilfe. Sie haben zwar den Namen nach dem Heldenplatz-Fiasko von uns abgeschaut, demonstrieren aber leider nur für Ausländer. Vielleicht auch, weil viele von ihnen gar keine Omas sind (siehe „Unsere Generation“ Mai 2019).

 
 Mag. Gertraud Burtscher,  Bludesch