Immer noch S18 . . .

Bereits in den 80er-Jahren ging Landesrat Vetter mit markigen Sprüchen wie: „Ich muss 30.000 Menschen entlang der Durchzugsstraße in die Schweiz (L 202, im Volksmund damals Betonstraße genannt) entlasten und eine Verbindung durch das Ried in die Schweiz erstellen.“ Dass entlang der stark frequentierten Durchzugsstraße Gründe entsprechend billig veräußert wurden und Wohnbaugesellschaften u.a.m. davon profitierten, wurde und wird dabei verschwiegen. Auch der Rückbau der gut ausgebauten Straßenverbindung Dornbirn-Lustenau auf Steuerzahlerskosten, um gegebenenfalls eine Untertunnelung eines relativ kurzen Bereiches als Verbindung in die Schweiz zu verhindern, spielte dabei später keine Rolle. Eine solchermaßen sündteure Verbindung entlang des Riedes in die Schweiz mit aller Gewalt durchzudrücken, um trotz latenter Umweltproblematik noch mehr Transitverkehr von Deutschland her anzulocken, scheint mir der falsche Weg zu sein. Die Lkw-Kolonnen, die sich jetzt schon zeitweise durch den Pfändertunnel über unsere Autobahn bewegen, müssen nicht auch noch vergrößert und auf solch sensible Landschaftsbereiche unseres kleinen Landes ausgeweitet werden. Zu glauben, dass deutsche Autofahrer nur wegen der Verbindung durch das Ried in die Schweiz eine Vignette kaufen werden, ist vermessen. Die bleiben der billigeren Strecke durch Bregenz in die Schweiz treu, egal wie groß der Verkehrsstau auch sein mag!
 
 Kurt Höfferer,

 Hörbranz

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