Gleichstellung

Wenn das Zitat der Femail-Geschäftsführerin richtig wiedergegeben wurde, so seien die Erfolge der Gleichstellung in der Bildung am deutlichsten, da nur 43 Prozent der Hochschul-Absolventen Männer sind und 57 Prozent Frauen. Männer sind also deutlich in der Unterzahl. Mir erschließt sich dieses Verständnis von „Gleichstellung“ nicht. Es ist hingegen Tatsache, dass Buben und Männer bei der ohnehin viel zu seltenen Heranziehung objektiver Kriterien, wie dies vereinzelt, z. B. der Zentralmatura, der Fall ist, plötzlich auffällig besser abschneiden, als in der Benotung im normalen Schulbetrieb. Junge Männer haben also schlechtere Chancen in der Bildung, werden bei gleicher Leistung schlechter bewertet. Das Femail ist stolz auf dieser Errungenschaft? Dies dürfte wohl alles über jene Grundhaltung aussagen, welche in dieser Landespolitik als „Gleichstellungspolitik“ bezeichnet wird.

 
 Hannes Hausbichler,

 Bregenz

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