Ein Vorschlag für 2020, liebe Funkenbauer!

Wir Vorarlberger wissen, dass das Funken-Abbrennen eine alte keltisch-germanische Tradition ist. Mit dem Abbrennen des kunstvoll aufgeschichteten Scheiterhaufens bzw. der Funkentürme sollen die Dämonen der dunklen Zeit – also des Winters – vertrieben werden. Zweifellos eine schöne Tradition! Wieso allerdings in der heutigen Zeit immer noch „Hexen“ auf dem Funken verbrannt werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. „Hexen“ sind die Erfindung einiger Religionen, die besonders in der Frühen Neuzeit alles daran setzten, mit perversesten Werkzeugen und Methoden im Volk angesehene, spirituelle Menschen und Heiler zu foltern und letztendlich zu verbrennen. Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir den spirituellen Führern und Heilern unserer Ahnen Respekt zollen und mit der von der Obrigkeit inszenierten Tradition der Hexenverbrennung aussteigen. Lasst uns zum Ursprung des Funkenabrennens zurückzukehren und im ursprünglichen Sinn wieder die bösen Geister – gestaltet als dämonische Wesen – auf dem Funken verbrennen. Wir sollten bereit sein, die Wahrheit zu erkennen und entsprechend zu handeln – und das gilt nicht nur für die „Hexen­verbrennung”.
 
 Christian Walch, Nüziders