E-Mobilität, Antwort

Als Antwort auf den Leserbrief vom Herrn Walter (W&W, 4. März), der die Informationen offensichtlich von Stammtischexperten hat. Hier einige Richtigstellungen: Der Abbau von Rohstoffen ist generell aufwändig, wobei das Lithium bei weitem nicht selten ist und im Vergleich zur Ölförderung wesentlich umweltschonender. Einige plötzlich zum Umweltengel aufgestiegenen Verbrennerfahrer dürfen sich gerne mal das Nigerdelta, die Deepwater-Horizon oder leckende Ölpipelines ansehen. Außerdem wird das meiste Lithium für die Glasherstellung verwendet (da hat sich übrigens niemand aufgeregt). Die Akkutechnologie wird stetig weiterentwickelt, die Kosten sinken stetig (derzeit bei unter 100 Dollar/kWh). Elektrofahrzeuge brennen rund 40 Mal weniger oft, als Verbrenner (umgerechnet auf die gefahrenen Kilometer). Und Wasserstoff mittels Brennstoffzelle ist zunächst auch ein Elektroauto mit Akku, nur mit dem Unterschied, dass von der Effizienz dreimal soviel Strom benötigt wird wie beim reinen Akkuauto. Der Verbrennermotor ist am Ende der Entwicklung angekommen und die Batterie hat erst zehn Jahre im Autoleben hinter sich und noch die ganze Zukunft vor sich.
 
 Oliver Schwald

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