Rabauken auf Fahrrädern

Es ist nicht leicht, an Straßenquerungen immer wieder andere Vorrangregeln beachten zu müssen. Wobei anscheinend nicht wenig Fahrradfahrer das nicht beachten. In Deutschland dürfen sich Radfahrer Straßenquerungen maximal mit 10 km/h nähern. Vor kurzer Zeit stoppte ich an der Stopptafel der Querung des Fahrradweges Richtung Bruggerloch. Beim Anfahren sah ich aus den Augenwinkeln von links eine Bewegung und stieg voll auf die Bremse. Vom Zollamt Höchst herauf kam aus der grünen Allee ein Lebensmüder mit Rennrad im vollen Tempo herausgeschossen. Ohne meine gute Reaktion, samt Vollbremsung, hätte dieser Herr unweigerlich die Bekanntschaft mit dem Asphalt oder meinem Autoblech gemacht. Auch die Straßenquerungen mit unterschiedlichen Vorrangregelungen an der Bregenzerach und in der Nähe der Mehrerau „überfordern“ anscheinend viele Fahrradfahrer. Als ich frühmorgens nach Bregenz fuhr, überholte ich mit dem Auto auf der Seestraße einen jungen Fahrradfahrer. Als mein Auto von der Ampel der Milchpilzkreuzung noch ein Stück entfernt war, schaltete diese auf Rot. Da ich nicht farbenblind bin, stoppte ich. Wenig später wurde ich dort stehend, von diesem Fahrradfahrer überholt, der bei „satt Dunkelrot“ ganz lässig, ohne die Geschwindigkeit zu vermindern oder zu zögern, über die Kreuzung Richtung Montfortstraßenkreuzung weiterfuhr und entschwand. Meine Frage(n): Braucht es Strafen, einen Fahrradführerschein, Fahrradnummerntafeln oder gezielte Überwachung?

 Kurt Höfferer, Hörbranz

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