Fragenan Harald Longhi, ­Ermittler im Bereich Internet­kriminalität am LKA ­Vorarlberg

Was kann man gegen öffentliches Teilen seiner Fotos machen?

„Facebook bietet die Möglichkeit, in den Privatsphäre-Einstellungen vieles zu verhindern. Man könnte die Seite blockieren, dann wäre auch ein Teilen möglicherweise unterbunden. In dem Moment, wenn man die AGB zur Kenntnis nimmt, gibt man jedoch seine Bildrechte an FB weiter.“

Wie sieht die ­Rechtslage aus?

„Ob die Seiten den Tatbestand der Nötigung erfüllen, müssten Gerichte prüfen. Die Grenzen zum Rechtsbruch sind verschwommen, ich denke aber, dass man privatrechtlich mit einer Unterlassungsklage gegen die Betreiber vorgehen kann. Das eigentliche Problem ist, wie immer bei Sozialen Medien aus den USA: Sich bei uns Recht zu verschaffen, kann mühevoll werden.“

Welches Gesetz könnte hier in Kraft treten?

„Eventuell die ‚Beharrliche Verfolgung‘ oder die ‚Fortgesetzte Belästigung im Wege der Telekommunikation oder eines Computersystems‘. Das müsste jedoch im Einzelfall ein Gericht ­entscheiden.“

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