„Das Dach stand komplett in Flammen“

137 Mann der Feuerwehr mussten vor wenigen Wochen früh morgens ausrücken, um den Brand zu löschen.  Fotos: Ortsfeuerwehr Feldkirch-Stadt

137 Mann der Feuerwehr mussten vor wenigen Wochen früh morgens ausrücken, um den Brand zu löschen.  Fotos: Ortsfeuerwehr Feldkirch-Stadt

Großbrand in der Feldkircher Altstadt: Marko, der in dem Haus wohnt, und Einsatzleiter Andreas schildern W&W, wie sie die bangen Stunden erlebt haben.

Als am Freitag, den 16. März, um fünf Uhr früh, die Feuerwehr alarmiert wurde, schlugen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl des Mehrparteienhauses. „Als wir beim Churer Tor ankamen, wurde uns sofort klar, dass dies ein Großbrand war, weshalb wir sofort mehrere Feurwehren in die Feldkircher Altstadt riefen. Die größte Schwierigkeit bestand darin, das Feuer auf dem Dachstuhl zu halten, damit es nicht auf andere Gebäude übergreift“, erzählt Einsatzleiter Andreas Mallinger gegenüber WANN & WO. Unverzüglich wurde für die Evakuierung der Hausbewohner gesorgt, darunter befand sich auch Marko: „Ich schlief, als das Feuer im Dachstuhl ausbrach. Mitbekommen habe ich zuerst gar nichts. Erst als die Polizei bei mir Sturm läutete, um mich nach draußen zu begleiten, wurde mir erst richtig bewusst, dass das Dach über mir komplett in Flammen stand.“

„Bewohner in Sicherheit“

„Wir sind sofort mit zwei Atemschutztrupps hinein, haben die Türen aufgebrochen und mit den Löscharbeiten angefangen, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Weshalb das Feuer ausbrach, war auch unmittelbar nach dem Brand weder uns, noch den Brandermittlern klar. Für uns war es wichtig, erst einmal alle Bewohner in Sicherheit zu bringen – was uns zum Glück auch gelang“, erklärt Mallinger. Das Gebäude war vorerst nicht mehr bewohnbar. Marko musste daraufhin – nur mit Jogginghose, Pullover und Turnschuhen bekleidet – eine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. „Ich bin daraufhin zu meinen Eltern, da nicht klar war, bis wann wir wieder in unsere Wohnungen zurück können“, schildert der Feldkircher die Situation vor Ort. „Wenn ich darüber nachdenke, ist es schon ziemlich gruselig, dass über mir ein Flammenmeer ausbrach und ich nicht einmal etwas bemerkt hätte, wenn mich die Einsatzkräfte der Polizei nicht herausgeholt hätten.“

Unglaublicher Einsatz von Freiwilligen und Beamten

Im Einsatz waren insgesamt 9 Feuerwehren, die zusammen die Flammen unter Kontrolle bringen und für ein schnelles „Brand-Aus“ sorgen konnten. 24 Fahrzeuge und 137 Mann der Feuerwehr waren früh morgens sofort zur Stelle, als das Unglück passierte. Die Rettung rückte mit 3 Fahrzeugen und 15 Sanitätern aus, die Bundespolizei war mit 7 Streifenwagen und 18 Beamten sowie der Sicherheitswache Feldkirch, mit 2 Streifenwagen und 8 Beamten, vor Ort.

Größte Gefahr: Übergreifen auf andere Gebäude

Auch jetzt, nach mehreren Wochen, steht immer noch nicht fest, was den Brand auf dem Dachstuhl verursachte, wie Horst Spitzhofer von der Polizei informiert. Laut Einsatzleiter Andreas Mallinger bestand die größte Gefahr darin, das der Brand auf die Gebäude daneben übergreift. „Und, dass sich das Feuer durch die Zwischendecken bzw. Wände im Haus ausbreitet, da alle Dachstühle aneinander gebaut sind. Dieses konnte aber glücklicherweise durch den raschen Angriff verhindert werden.“

<p class="caption">Die Dachgeschosswohnung wurde durch das Flammenmeer komplett zerstört.</p>

Die Dachgeschosswohnung wurde durch das Flammenmeer komplett zerstört.

<p class="caption">Hier sieht man deutlich das Ausmaß des Brandes.</p>

Hier sieht man deutlich das Ausmaß des Brandes.

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