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„Gefahr keinesfalls unterschätzen!“

Nach Vorgesprächen mit einigen Ärzten war mir etwas mulmig zumute, denn die Bedenken waren nicht ohne. Wer an Herz oder Nieren vorbelastet ist, könne rasch in eine Situation kommen, die schwere Folgeschäden, mitunter sogar den Tod nach sich ziehen kann. Als gesunder Erwachsener müsse ich mir keine großen Sorgen machen, mich aber auf eine sehr unangenehme Zeit einstellen.

In den ersten fünf Minuten stieg das Thermometer im Auto jede Minute fast um ein Grad Celsius. Dabei ist es weniger die Hitze, die einem zu schaffen macht, sondern die stehende Luft, die sich immer dicker anfühlt. Obwohl die Sonne zwischendurch immer wieder von Wolken verdeckt wurde, ging die Temperatur stetig nach oben. Nach 30 Minuten – vollkommen verschwitzt und schon ziemlich ausgelaugt – zeigte das Thermometer 39,1 Grad an und ich beschloss, noch bis zu den 40 durchzuhalten. Weitere zehn Minuten später wurde ich erlöst. Höchste Zeit, denn für einen kurzen Moment war mir aufgrund von Hitze und Flüssigkeitsverlust schon schwarz vor den Augen geworden.

Ich kann mir gut vorstellen, was für einer großen Gefahr ein Kind in so einem heißen Auto ausgesetzt ist. Man mag vielleicht denken, dass man in der Sauna ja noch viel höheren Temperaturen ausgesetzt ist, aber das ist mit so einer Situation absolut nicht vergleichbar. Diese Gefahr darf man keinesfalls unterschätzen. Bitte lasst weder eure Kinder noch Hunde im Sommer im Auto – ganz egal, ob es „nur kurz“ oder scheinbar nicht so ein heißer Tag bzw. bewölkt ist!

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