Kinder-Onko: Grünes Licht für Lösung mit St. Gallen?

Bundesministerin Hartinger-Klein begrüßt Chemotherapie mit Ärzten aus St. Gallen in Dornbirn!

Der Kampf für den Erhalt der kinder­onkologischen Station im Dornbirner Stadt-Krankenhaus kann einen Etappensieg verzeichnen. Im Gespräch mit WANN & WO berichtet FPÖ-Landtagsabgeordneter Christoph Waibel von positiven Signalen aus dem Bundesministerium für Gesundheit. „Ministerin Hartinger-Klein zeigte sich überrascht, dass die Lösung nicht eher umgesetzt werde. Sie meinte sogar, es wäre verrückt, wenn dies nicht gemacht würde und sähe keine Probleme in Sachen Vereinbarkeit mit dem europäischen Gesundheitsplan.“ Gemeint ist ein Ärzteaustausch mit der kinderonkologischen Abteilung in St. Gallen, deren Mediziner im Rotationsprinzip nach Dornbirn kommen und den betroffenen Kindern Infusionen und wieder die Chemotherapien vor Ort verabreichen könnten. Landesrat Christian Benrhard bremst vorsichtig die Euphorie: „Die Ministerin hat uns ihre Unterstützung zugesichert, in allen Bereichen, in denen sie helfen kann. Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, bis alle Einzelheiten geklärt sind. Es wird aber bereits nächste Woche ein Gespräch mit den Zuständigen aus St. Gallen geben“. „Das sind für uns die besten Neuigkeiten seit März. Grünes Licht für Chemos in Dornbirn, ein wichtiger Erfolg für den Erhalt der Station. Uns Eltern fällt ein Stein von Herzen“, zeigt sich auch Andrea Tschofen-Netzer von der Elterninitiative zögernd begeistert. Waibel führt fort: „Unermüdlicher Einsatz, vor allem von Seiten der Elterninitiative, haben es ermöglicht, dass dieses Thema nicht unter den Teppich gekehrt wurde. Hervorzuheben ist auch die hartnäckige Berichterstattung von Seiten der WANN & WO und die jüngsten Bemühungen von Landesrat Bernhard.“ Positiv sei außerdem die Reaktion der Vorarlberger Ärztekammer, die sich ebenfalls für das Modell des Austausches ausgesprochen habe.

Runder Tisch

Ende August folge das Gespräch mit Eltern, Vertretern der Politik, Prof. Thomas Müller von der Uni-Klinik Innsbruck, Vertretern des Dornbirner Krankenhauses und Ärzten aus St. Gallen. Damit steht einer schnellen Lösung für die kranken Kinder hoffentlich nichts mehr im Wege, obgleich es nur ein Zwischenschritt für den Erhalt der Station für Dornbirn bleibt. Denn die Suche nach den so bitter nötigen Kinder-Onkologen für die Messestadt geht weiter.

„Unermüdlicher Einsatz, vor allem von Seiten der Eltern­initiative, haben es ermöglicht, dass dieses Thema nicht unter den Teppich gekehrt wurde. Besonders lobenswert war auch die hartnäckige Berichterstattung von Seiten der WANN & WO.“ Landtagsabgeordneter Christoph Waibel

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